LP der Woche vom 08. März 2010 Lonelady - "Nerve up"
Wie schafft man es musikalische Reminiszenzen an Post-Punk-Helden wie Joy Division, Suicide, The Fall oder auch Wire in seine Musik einzubauen, ohne das das böse Wörtchen „retro“ in den Kritiken auftaucht?
Wie kann man nach britischem 80er Jahre Gitarrenpop klingen und trotzdem wie ein zukünftiger Klassiker im Hier und Jetzt?
*LONELADY* macht es auf Ihrem Debütalbum *NERVE UP* vor.
Elegante Arrangements, kluge Kompositionen, typische Post-Punk-Gitarren wie man sie vom Factory-Label kennt, Schlagzeug, ein bisschen Elektronik, durch das Stereobild wandernde Percussions und über allem thront der betörende Gesang von Julie Cambell, der *LONELADY*. Bis auf die Drums hat Sie jedes Instrument selbst eingespielt. Die Vertonung eines Lebens in der einzigartigen, schmutzigen und ambivalenten Stadt namens Manchester.
Man mag kaum glauben, dass das komplette Album innerhalb von vier Wochen mit minimalem Kostenaufwand in einem winzigen Studio innerhalb eines baufälligen Fabrikgebäudes in Manchester aufgenommen wurde. Als Co-Produzent fungierte Guy Fixsen, der auch schon bei Bands wie *My Bloody Valentine*, *The Breeders* und *The Pixies* als Toningenieur im Studio stand.
Erschienen ist *NERVE UP* auf dem in Sheffield gegründeten und mittlerweile in London ansässigen Label *Warp Records*, welches hiermit wieder einmal seine Grenzen neu absteckt.
Bandseite Lonelady
MySpace http://www.myspace.com/hiholonelady
Label Warp Records
Plattenkollektiv
08.03.